Warum Brandenburg die höchste Inflation hat - aber Ostdeutschland profitiert

3 godzin temu
Die Inflation ist in den vergangenen Jahren bundesweit nicht im Gleichschritt verlaufen. (Symbolbild) Sebastian Kahnert/dpa

Die Inflation zwischen 2020 und 2025 hat Brandenburg mit 1,8 Prozentpunkten über dem Bundesdurchschnitt am härtesten getroffen. Das zeigt eine Analyse des Ifo Dresden. Während mehrere ostdeutsche Bundesländer und Bremen deutlich stärker unter steigenden Preisen litten als Westdeutschland, überrascht die Kehrseite: Bei der Reallohnentwicklung schneiden die östlichen Länder besser ab als die meisten westlichen.

Bundesweit stiegen die Preise um 21,8 Prozent. Doch die regionalen Unterschiede sind beträchtlich: Fast vier Prozentpunkte trennen Brandenburg als Spitzenreiter von Hamburg, das mit 2,1 Prozentpunkten unter dem Durchschnitt die niedrigste Inflation verzeichnete. Neben Brandenburg liegen auch Bremen und Sachsen (jeweils +1,7 Prozentpunkte) sowie Sachsen-Anhalt (+1,6 Prozentpunkte) deutlich über dem Bundesschnitt.

Wohnkosten und Mindestlohn als Treiber

Die Preise für Wohnen im weiteren Sinne – einschließlich Wasser, Strom und Heizkosten – waren ein Haupttreiber der regionalen Unterschiede. Auch die Kategorie "andere Waren und Dienstleistungen" wie Friseur, Pflegeleistungen oder Versicherungen trug erheblich bei. In Brandenburg und Sachsen waren diese Kostensteigerungen besonders ausgeprägt.

Die Ifo-Autoren Ricarda Kluth, Robert Lehmann und Marcel Thum vermuten einen Zusammenhang: «Denkbar wäre, dass die Anhebung des Mindestlohns in Ostdeutschland stärker auf die Preise durchschlägt als in den westdeutschen Bundesländern», schreiben sie in ihrer Analyse. Berlin fällt aus dem ostdeutschen Muster heraus – die Hauptstadt liegt mit 0,6 Prozentpunkten unter dem Durchschnitt, möglicherweise durch den zeitweiligen Mietendeckel.

Überraschende Wende bei Reallöhnen

Trotz höherer Inflation zeigen die ostdeutschen Länder von 2020 bis 2024 eine deutlich bessere Reallohnentwicklung als der Westen. Thüringen führt mit einem Plus von 3,6 Prozentpunkten, gefolgt von Berlin (+2,6) und Mecklenburg-Vorpommern (+2,5). Auch Brandenburg (+1,7), Sachsen-Anhalt (+1,4) und Sachsen (+1,3) liegen im positiven Bereich.

Die meisten westdeutschen Bundesländer hingegen verzeichnen negative Werte: Bremen bildet mit minus 3,9 Prozentpunkten das Schlusslicht. Niedersachsen (-2,5), Baden-Württemberg (-2,4), Nordrhein-Westfalen (-2,3) und Bayern (-1,7) liegen ebenfalls deutlich im Minus. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei minus 1,1 Prozentpunkten – die Löhne hielten also nicht mit den Preisen Schritt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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